Wenn Bäume auf´s Dach stürzen

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Lars Nicolaisen:

Ein Tornado über Hamburg. Ein Naturschauspiel. Und die Nicolaisen´s mittendrin. Darauf kann man auch gern verzichten…

Ich war gestern am frühen Abend gegen 18:30 Uhr auf dem Weg ins Wella Studio, als mein Vater mich anrief und von einer Windrose berichtete. Ich konnte nicht glauben was ich hörte, denn an der Außenalster war zu der Zeit der Himmel blau und kaum ein Wind zu spüren. Als erstes entschied Simona umzukehren und zu meinen Eltern zu fahren. Als sie dann dort ankam rief sie mich an, schilderte mir die Lage vor Ort und ich entschied sofort den Intercoiffure-Abend im Wella Studio abzubrechen und mich zusammen mit unserem Sohn auf den Weg zum Elternhaus zu begeben. Eine richtige Entscheidung, die auch von allen Intercoiffure-Kollegen sofort akzeptiert wurde und dann halt ohne mich den gemeinsamen Abend fortsetzten.

Meine Eltern hatten anscheinend Glück im Unglück. Das Ausmaß der Schäden ist heute früh noch nicht abschließend auszumachen, doch nach dem Schock kommt nun auch die Erkenntnis, dass es auch hätte deutlich schlimmer ausfallen können. Gleich drei Bäume stürzten auf´s Dach, aber das Glasdach des Wintergartens blieb wie durch ein Wunder verschont. Das Haus meiner Eltern war für die Feuerwehr nur schwer zu erreichen, da um das Haus herum viele entwurzelte Bäume die Wege versperrten. Bis zum späten Abend wurden um das Haus herum und auf dem Dach dicke Baumstämme abgesägt um so zunächst die Spannung aus den umgestürzten Bäumen zu nehmen. Heute geht´s dann mit den Aufräumarbeiten weiter. Anschließend können Gutachter und Experten die finalen Schäden betrachten.

Aufgrund der umgestürzten Bäume auf dem Hausdach hat die Feuerwehr entschieden, dass meine Eltern die Nacht nicht im eigenen Haus verbringen dürfen. Es dauerte keine zwei Minuten, da wurden sie schon von Nachbarn eingeladen bei ihnen zu übernachten. Insgesamt war die Stimmung unter den Feuerwehrleuten, den Helfern und Nachbarn sehr positiv, sehr verständnisvoll und sehr hilfsbereit. Dafür, dass ja ganze Strassenzüge einer Verwüstung glichen, Hausdächer abgedeckt wurden und viele Nachbarn betroffen waren, dafür war die Stimmung jederzeit sehr besonnen und fast schon freundschaftlich. Alle haben zusammen gehalten. Das war toll zu beobachten.

Mein Dank an dieser Stelle an genau diese Nachbarn und die Einsatzkräfte vor Ort. Bei allem Chaos die menschliche Seite nicht zu vergessen, dass war eine tolle Erkenntnis an diesem ereignisreichen Abend.

http://www.welt.de/vermischtes/article156050307/Es-droehnte-das-Dach-flog-weg.html

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