Weder Fisch noch Fleisch

facebookcommunityLars Nicolaisen:

Gestern beim Management-Tag in Hannover sprach mich ein sympathischer Teilnehmer auf unseren Blog an. Er bedankte sich für unser Engagement und fragte mich wie aktiv ich „sonst so“ auf Facebook bin. Ich sagte ihm, dass ich Facebook privat nur noch sehr selten nutze. Ich schreibe weder viel hinein, noch lese ich was andere „Freunde“ so schreiben. „Ach schade“ kam als Reaktion.

Zurück in Hamburg habe ich mich dann mal mehr mit „meiner“ Facebook-Seite beschäftigt. Über 40 Freundesanfragen sind aufgelaufen. Das hatte ich gar nicht mitbekommen. Von allen Personen die mich als Freund hinzufügen möchten, kenne ich persönlich maximal 10. Die anderen sind mir fremd und nach einer sehr schnellen und oberflächlichen Recherche entdeckte ich, dass das alles fast ausschließlich Kollegen sein müssten. In deren Freundesliste befinden sich halt auch zahlreiche Friseure die wiederum mit mir befreundet sind. Stellt sich die Frage was ich jetzt damit anfange. Es gibt für mich drei Möglichkeiten:

1) Ich lasse alles so wie ist, behalte meinen kleinen, überschaubaren Freundeskreis in dem ich jeden „Freund“ auch persönlich kenne, auch wenn ich viele von Ihnen nicht als „echte Freunde“ sondern viel mehr als „Bekannte“ bezeichnen würde. Vorteil: Das Umfeld bleibt unberührt. Nachteil: Schon jetzt überlege ich mir 2x ob und was ich privat schreibe, da ich halt nicht nur „echte“ Freunde in meiner Freundesliste habe. Und wenn das eh schon so ist, warum nicht dann die Möglichkeit nutzen mehr Kontakte zu erhalten? Die aktuelle Situation ist weder Fisch noch Fleisch.

2) Ich gehe den Weg den schon so manche befreundete Kollegen gegangen sind, und lasse alle Personen zu die mich anfragen. Vorteil: Man kommt mit viel mehr Menschen in Kontakt, die somit auch mit mir und unserem Unternehmen in Kontakt kommen. Das steigert den Bekanntheitsgrad. Nachteil: Jeden Beitrag den ich schreibe wird dann eventuell noch „professioneller“ und noch weniger spontan. Wirklich „privates“ (z.B. Urlaubsfotos) würde ich dann natürlich nicht mehr posten…. interessant bliebe es dennoch 😉

3) Ich gehe genau den anderen Weg. Verkleinere meinen „Freundeskreis“ auf eine wirklich sehr kleine Zahl wirklich „echter“ Freunde. Vorteil: Dann wäre es möglich auch mal wieder ohne großen Hintergedanken private Dinge zu schreiben. Nachteil: Das Netzwerk wäre natürlich verhältnismäßig sehr klein und die Vorteile eines sozialen Netzwerkes wären damit praktisch aufgehoben. Dann kann man konsequenter Weise auch das ganze Thema „Facebook“ beenden und auf andere, persönlichere Plattformen umsteigen. Na, und einige von den Personen mit denen ich mich dann „ent-freunden“ würde, wären darüber sicherlich nicht amüsiert…

Was tun? Meine Meinung zur gesamten Plattform „Facebook“ habe ich ja in mehreren Beiträgen am Jahresanfang hier im Blog mitgeteilt. Daran hat sich auch ein Vierteljahr später wenig geändert. Doch ich merke, dass ich in meiner Situation und teilweise auch in meiner Position (Unternehmer, Akteur, Moderator, Trainer) an dem Thema nicht „einfach so“ vorbei gehen kann. Nun ist wieder konsequentes Handeln gefragt. Was wäre der beste Weg? Ich könnte mir gut vorstellen mit allen drei Konstellationen gut leben zu können. Ich bin selbst gespannt wie ich mich entscheide. Wie macht Ihr das? Wie „privat“ ist Euer Facebook-Leben?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Bitte füllen Sie dieses Feld aus.
Bitte füllen Sie dieses Feld aus.
Bitte gib eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Sie müssen den Bedingungen zustimmen, um fortzufahren.

Menü