Nach der Pause ist vor der Pause

Mein letzter Blog-Eintrag ist 12 Tage her. In den letzten 12 Tagen habe ich so viel gearbeitet wie selten zuvor. Solch ein Schiff zu führen mit so vielen Menschen, mit so vielen Facetten, so vielen Verpflichtungen und so vielen Verzahnungen ist nichts für Weicheier. Das wusste ich schon vorher und das habe ich in den letzten gut zwei Wochen erneut mal wieder so richtig zu spüren bekommen. Ich habe in den letzten 12 Tagen eine ziemlich emotionale Achterbahnfahrt durchlaufen. Das hat Kraft gekostet. Und da auch mein Akku nicht unendlich ist, war es wirklich hilfreich, dass ich vor gut zwei Wochen meine jahrelang sture und selbst aufgelegte Verpflichtung beendet habe JEDEN VORMITTAG einen Blog schreiben zu müssen. Das nicht tun zu müssen hat mir wirklich geholfen. Vermisst habe ich es dennoch… und ich hoffe einige von Euch auch.

Die Arbeit ist heute natürlich nicht weniger als vor 12 Tagen geworden, aber hinter den Kulissen konnten einige Dinge optimiert werden, so dass dies auch positive Auswirkungen auf meinen Arbeitsalltag und auf unseren Arbeitsalltag in den Salons haben sollte. Ich bin da sehr optimistisch – und muss jetzt selber einmal durchschnaufen und neue Energie sammeln. Deswegen habe ich mir jetzt sehr kurzfristig eine gute Woche Urlaub genommen. Ab Donnerstag den 27. September bis 03. Oktober „bin ich dann mal weg“ und schalte mein iPhone auf Flugmodus – zumindest 23 Stunden pro Tag. So ist zumindest der Plan. Mal schauen ob’s funktioniert. Und in der Zeit werde ich auch keinen Blog schreiben.

Aber bis dahin ist es ja noch etwas hin. Und so schreibe ich in diesen Blog bereits früh am Montagmorgen in meinem Büro, in dem ein nicht geringer Ablagenstapel darauf wartet abgearbeitet zu werden. Und so beschäftige ich mich heute erneut mit vielen Themen. U.a. zeigte mir unser neues Kassen- und Terminsystem heute früh schonungslos auf, dass wir allein im Zeitraum vom 1. bis 23. September eine Mindereinnahme (!) von unglaublichen 2.835 Euro beklagen dürfen. Umsatz der einfach fehlt der durch Kunden verursacht wurde, die einen Termin fest reserviert haben aber dann einfach nicht erschienen sind. Keine Absage, keine Entschuldigung. Nichts. Einfach nicht erschienen. Das kostete mich in den ersten drei Wochen gut 3.000 Euro. Das sind ca. 1.000 Euro pro Woche. Macht aufs Jahr gerechnet 52.000 Euro. Geld welches einfach fehlt um z.B. das Unternehmen weiter zu entwicklen, Löhne zu optimieren, Service zu verbessern, ect. Was mache ich mit dieser Information? Wie soll man als Familienunternehmen darauf reagieren?

Ich denke darüber werde ich mir Gedanken machen, wenn ich mir ab Donnerstag bei XXL Hunde-Spaziergängen den Wind um die Nase wehen lasse. Bis dahin kümmere ich mich um andere Alltagsthemen. Und wer weiß, vielleicht haue ich morgen oder Mittwoch noch einmal in die Tasten. Hat mir heute morgen wieder richtig Spaß gemacht – trotz der ärgerlichen Statistiken 😉

Herzlichst, Lars Nicolaisen

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