Meine Bank heißt HASPA

Am Montag, den 23. März 2020, startete in Deutschland der Lockdown. Noch am selben Tag rief mich Dennis H. an. Dennis H. ist mein Bankberater bei der Hamburger Sparkasse. Er wollte mir nur mitteilen, dass egal wie lange der Lockdown dauert und was auch passieren wird, meine Bank voll hinter mir steht. Ein sehr ungewöhnlicher Anruf an einem sehr ungewöhnlichen Tag. Der einzige Anruf, der mich am 23. März positiv überraschte.

Was folgten waren viele Gespräche und Updates per Mail, in denen Dennis H. seine Kunden und mich immer über den aktuellsten Stand der Dinge informierte. Das übrigens auch immer unter erschwerten #HomeOffice Bedingungen. Welche Hilfen gibt es vom Bund? Welche von der Stadt Hamburg? Wo beantragt man was? Welche Angaben sind dafür notwendig? Alles was von Seiten der Bank beigetragen werden konnte, wurde sofort zur Verfügung gestellt. Die Wochen im Lockdown waren schwer, waren emotional und waren geprägt mit Sorge und Angst. Aber seit dem ersten Tag hatte ich immer das gute Gefühl „da durch zu kommen“, weil mir meine Hausbank – und ganz speziell mein Berater und sein Team – immer das Gefühl gab an meiner/unserer Seite zu sein. Das war unglaublich wertvoll und half mir bei all den Sorgen dennoch ein Stück „Leichtigkeit“ zu behalten.

Es folgte der Re-Start der Salons am 4. Mai und damit folgten neue Herausforderungen. Die Kundennachfrage war glücklicher Weise sehr hoch, aufgrund der Hygienevorschriften konnten wir jedoch nur eingeschränkt starten und arbeiten. Dies dauert bis heute an. In all der Zeit stand und stehe ich unter enormen Druck. Höhere Kosten, weniger Ertrag. Sehr viele Zahlungen konnten im ersten Schritt gestundet werden – aber je mehr man dies nutzt, desto höher wird die Bugwelle. Ein Teufelskreis. Nicht ohne Grund erwartet die Deutsche Wirtschaft eine riesige Pleite- und Insolvenzwelle ab Oktober. Dann, wenn die Bugwelle – bestehend aus vielen Forderungen, Rechnungen und Mahnungen – leider viele Unternehmen wegspülen wird.

„Auf Sicht fahren“ war daher in den letzten Wochen meine Devise. Ständiger, intensiver Austausch mit dem Unternehmensberater, dem Steuerberater, der Buchhaltung, dem Finanzamt, den Industriepartnern, der Arbeitsagentur, dem Versicherungsmakler, den Vermietern… und natürlich mit meiner Hausbank. Dennis H. und sein Team waren in all der Zeit extrem aktiv. Mit ihm traf ich mich vor einigen Tagen (mit genügend Abstand) und wir diskutierten unterschiedliche Möglichkeiten und Vorgehensweisen. Gemeinsam mit meinem Berater einigten wir uns auf einen Weg, der verschiedene mögliche Szenarien (die noch passieren könnten) bestmöglich berücksichtigt. Ein Weg der aus unserer Sicht seriös und tragfähig ist, der zukunftsfähig ist und der zu den besonderen Herausforderungen meiner Branche und zu unserem Unternehmen passt. Gestern wurde der Vorgang abgeschlossen. Heute Nacht habe ich sehr gut geschlafen 😉

Wenn etwas schlecht läuft, wird schnell kritisiert. Wenn etwas gut läuft, wird dies nur all zu oft als „selbstverständlich“ hingenommen. Ich kann mich bei dieser Beschreibung leider auch nicht immer ausschließen. Um so wichtiger ist es mir daher heute, meinen Respekt und meinen Dank an Dennis H. und sein Team auszusprechen. Herzlichen Dank für die wertvolle Begleitung, die Menschlichkeit und die Professionalität die ich genießen durfte. Ärgere ich mich über die Kosten die entstanden sind? Na klar! Bin ich wütend über den emotionalen und finanziellen Druck, der durch die Corona-Pandemie auch unser Unternehmen und meine Familie erfasst hat? Selbstverständlich! Dennoch bin ich froh über die großartige Unterstützung, die mir in den letzten 17 Wochen zu Teil wurde. MEINE BANK HEIßT HASPA – und darüber bin ich sehr glücklich!

Herzlich, Lars Nicolaisen

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