Kabelgebunden

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Lars Nicolaisen:

Was für meine Frau ein abgefahrenes Schhgeschäft ist, ist für mich ein Apple-Store. Ich liebe es darin einzukaufen. Gestern war es endlich mal wieder soweit. Auf meiner Shopping-Liste standen zwei Dinge: Ein neues iPad und eine kabelgebundene Maus. Syringa Helweg benötigt dringend ein neues iPad für all die Dinge die sie für uns und für Intercoiffure macht, und die Damen im Büro stöhnen schon lange über die Kabelmaus, bei der das Drehrad schon seit Monaten defekt ist. Nun ja, leider nichts für mich dabei, aber ich durfte zumindest mal wieder im Apple-Store einkaufen. Ist ja auch was.

Ich gab einem freundlichen Mitarbeiter meine Bestellung auf und er orderte die beiden gewünschten Dinge aus dem Lager. „Sind in wenigen Minuten hier„. Cool. Während wir warteten zeigte er mir die neuen Armbänder für die Apple Watch. Die aus Nylon gefielen mir nicht so gut, dafür dieses neue schwarze Milanaise-Armband um so mehr. Nur leider hat das ein Zahlenproblem. 229,00 Euro. Nicht für die Uhr. Für das Armband!

Der Kollege aus dem Lager kam vorbei und überreichte uns ein iPad und eine Maus. „Ähm„, sagte ich „das ist nicht die Maus die ich kaufen möchte. Das ist ja eine kabellose Maus. Ich würde aber gern die Maus MIT Kabel kaufen.“ Ich sage Euch, die Gesichter werde ich so schnell nicht vergessen. Wie die mich anguckten 🙂 „Mit Kabel? Zum stecken? Warum?“ fragte mich der eine. „Aber die Kabellose hat doch fast den gleichen Preis. Warum wollen Sie denn eine mit Kabel?“ Ich grinste die beiden an. „Nicht ich will diese Maus, sondern meine Mitarbeiterin im Büro wünscht sich diese Maus. Sie meint die arbeitet genauer.“ Beide schauten sich gegenseitig an. Der eine sagte: „Ich arbeite hier seit über einem Jahr, so ne alte Maus habe ich noch nie verkauft. Wusste gar nicht das wir die überhaupt noch verkaufen.“ Der andere schaute mich ganz ernst an und sagte: „Sie wissen aber schon dass Sie die Kabelmaus nicht mit dem iPad verbinden können, oder?“ Ich musste laut lachen und meinte, dass ich mir dessen schon bewusst bin. Dann drehte sich der Mitarbeiter um und holte mir die kabelgebunden Maus. Irgendwie hatte ich das Gefühl die beiden fanden mich (bzw. meine Mitarbeiterin im Büro) ziemlich „speziell“. Gut möglich, dass die am Abend mit den anderen Kollegen noch mal gesprochen haben, so unter dem Motte: „Wisst Ihr was uns heute passiert ist?“ Sei´s drum. Freundlich waren sie ja dennoch und ich hatte meinen Spaß.

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