Handarbeit ist nicht problemlos kopierbar

In den letzten Tagen wurde ich sehr oft auf meinen Beitrag vom 4. Dezember angesprochen. Ich berichtete darüber, dass wir an dem Tag zeitgleich sieben kranke Mitarbeiter hatten. Allmählich wird das Krankenlager geringer und die Lage entspannt sich ein wenig. Dennoch stehen wir auch in dieser Woche in 2 von 3 Salons nicht mit voller Stärke in den Salons.

Das wir mit dieser Situation nicht allein sind, konnte ich gestern im Hamburger Abendblatt entdecken. Dort wurde darüber berichtet, dass das mit uns kooperierende Hotel „The Fontenay“ für den vergangenen Samstagabend alle Tischreservierungen abgesagt hatte. Grund: Zu viele kranke Mitarbeiter. Einige Kunden reagierten wohl mit Unverständnis und waren ungehalten. Da frage ich mich: Was wäre die Alternative gewesen? Hätte die Hotelführung die Reservierungen nicht absagen sollen? Und dann sitzen die Gäste im wunderschönen Fontenay, ärgern sich über den langsamen Service und warten ewig aufs Essen, welches dann eventuell auch nicht die gewohnte Qualität besitzt die man gewohnt ist und die man erwartet hat?  Wäre das wirklich besser gewesen? Ich finde es zeigt unter den gegeben Umständen Größe, den Service lieber nicht, als schlecht anzubieten. Die PR Managerin Ulrike Mann wird im Abendblatt wie folgt zitiert:

„Bei dem Level, auf dem wir im Hotelrestaurant Lakeside kochen, war es innerhalb so kurzer Zeit nicht möglich, das Team anders zu besetzen, um die hohe Qualität garantieren zu können“.

Ich finde das eine verantwortliche und lobenswerte Einstellung. Handarbeit ist nicht problemlos kopierbar. Das zählt für Köche genau so wie für Friseure. Und deswegen bleiben wir auch weiterhin bei unserer Einstellung: Wir bedienen jede Kundin und jeden Kunden mit viel Freude, mit viel Herz und mit viel Hingabe. Die Stimmung in den Salons ist auch in diesen Tagen wirklich klasse. Jeder macht das was er kann. Aber NIEMALS zu Lasten der Qualität! Auch in diesen Tagen, in denen wir wirklich sehr gern sehr viele Kunden bedienen wollen, bedienen wir „nur“ so viele Kunden wie wir können. Unsere Kunden können sicher sein, dass wir uns bei ihnen nicht hetzen lassen und so viel Zeit einplanen wie es notwendig ist. Nicht mehr, nicht weniger.

Gut, dann will ich mal in den Montag starten. Gleich heute stehen mehrere spannende Termine an, über die ich eventuell noch in dieser Woche rückwirkend berichten werde. Schauen wir mal.

Ich wünsche uns allen einen guten Start in die Woche.

Herzlich – Lars Nicolaisen

Bild-Quelle: www.hamburg.de

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