Das Jahr nährt sich dem Ende. Das erkennt man nicht nur an den eröffneten Weihnachtsmärkten, sondern das erkenne ich auch ganz persönlich daran, dass es für mich heute Nachmittag zum letzten Mal in diesem Jahr nach Frankfurt geht. Morgen am Donnerstag darf ich als Intercoiffure-Vorstandsmitglied noch einmal meiner Vorstandsarbeit nachgehen und in meinem Tätigkeitsfeld das Kalenderjahr 2018 abschließen.

Ich fahre mit der Bahn nach Frankfurt, da ich in der Bahn die Zeit und Ruhe habe an meinem iPad noch einige administrative Aufgaben erledigen zu können. Da kann ich zB Hausaufgaben, die mir gestern mein Berater aufgegeben hat, erledigen oder mir Gedanken zu Texten für Präsentationen machen. Ebenfalls habe ich dann mal Zeit die Ziele für 2019 niederzuschreiben und zu versuchen erste Aufgabenfelder für das neue Jahr zu definieren. Klingt gut, oder? So war zumindest der Plan. Doch alles steht und fällt damit, ob ich heute Nachmittag überhaupt mit meinem iPad in den ICE steige. Ich habe nämlich mein iPad am Montag in Bayern im Hotel vergessen. Zum Glück wurde es gefunden und man hat es mir wohl auch per Express nach Hamburg geschickt. Doch noch ist es nicht angekommen. Hoffen wir jetzt mal das Beste…

Was mache ich eigentlich in der Bahn wenn ich mein iPad nicht rechtzeitig bekomme? Gestern sagte ich zu Simona, dass ich in der Bahn eingehen und verrückt werde, wenn ich mein iPad nicht dabei habe. Sie grinste und meinte es gäbe noch so ganz alte, historische Möglichkeiten eine Zugfahrt zu überbrücken. Z.B. kann man Musik hören. Oder ich könnte doch auch mal wieder ein Buch lesen. So ganz auf altmodische Art. Auf Papier, wo man Seiten noch umblättert. Ich dachte mir zunächst “was für eine verschenkte Zeit“, um dann nur kurz darauf zu denken “Was für eine verrückte Welt, in der man denkt eine Zugfahrt während der man nicht arbeiten kann, ist eine “verschenkte Zeit”“. Willkommen in völlig kranken Zeiten!

Soll ich jetzt eventuell sogar darauf hoffen, dass ich mein iPad nicht bekomme und ich somit “gezwungen” werde nichts für das eigene Unternehmen tun zu können? So weit würde ich nicht gehen, schließlich sind auf dem iPad auch wichtige Notizen für mein morgiges Meeting notiert, ohne die meine Aufgabe in Frankfurt definitiv schwerer wird. Aber auf der anderen Seite liegt hier noch ein Buch über den HSV, welches ich seit Monaten lesen möchte aber aufgrund des alltäglichen Wahnsinns noch nicht einmal angefangen habe. Die Chancen stehen jetzt nicht so schlecht, dass sich das ändern wird.

Ich wünsche uns allen einen schönen Mittwoch, egal ob mit oder ohne iPad.

Herzlich, Lars Nicolaisen

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