Das Kalender-Problem

Termindruck

Lars Nicolaisen:

Gibt es eigentlich einen „richtigen“ Umgang mit seinem persönlichen Kalender? Ich gebe zu, ich habe noch keinen idealen Weg für mich gefunden. Es gibt Zeiten da schreibe ich mir wirklich jeden Termin und jede „ToDo-Liste“ in meinen Kalender. Vorteil: Ich vergesse nichts und arbeite (mehr oder weniger) immer alles ab. Nachteil: Ein Blick auf den Kalender reicht – und ich bin tendenziell schnell genervt und zugegeben auch dünnhäutiger als sonst. Ich habe das Gefühl von Terminen, Verpflichtungen und Aufgaben erschlagen zu werden. Hinzu kommt noch der kleine Nebengeschmack, dass kaum einer sieht was man alles macht, welche Vor- und Nacharbeiten täglich von Nöten sind und welche Entscheidungen und Verantwortung man täglich treffen muss. Sprich, am Ende des Tages gibt es kaum jemanden der einen auch mal anerkennend auf die Schulter klopft. Bist ja selbstständig. Und das bedeutet ja „selbst“ und „ständig“. Selbst schuld.

Okay, es gibt auch Zeiten da trage ich bewusst nur die allerwichtigsten Termine in den Kalender ein. Vorteil: Man bekommt den Eindruck auch mal während des Tages kreative Auszeiten nehmen zu können und spontan auf Anforderungen reagieren zu können. Nachteil: Der Schein trügt. Und im Hinterkopf sind all die die Dinge die man nicht aufgeschrieben hat und die man „bloß nicht“ vergessen darf. Und dann diese permanente Angst, doch etwas wichtiges zu vergessen….

Also, welches ist der bessere Weg? Ich befürchte es liegt gar nicht am Kalender, sondern am Inhalt. Ein Berufskollege hat mir am Jahresanfang gesagt, dass 2016 für ihn ein besonderes Jahr wird. Auf meine Frage was er sich für das neue Jahr besonderes vorgenommen hat, antwortete er „Wenig. Ich habe die letzten Jahre so viel bewegt und angeschoben, dass ich 2016 mal probieren möchte wirklich nichts Neues ins Leben zu rufen, sondern den eingeschlagenen Weg einfach abzuarbeiten und somit auch mal wieder mehr Freizeit zu erhalten.“ An diesen Kollegen muss ich seit dem oft denken…

Wir hingegen haben im noch jungen, neuen Jahr bereits viel angeschoben und werden dies auch weiterhin tun. Der Videoblog ist neu gestartet und darf sich im Laufe des Jahres noch weiter entwickeln. Zwei von drei Salons sollen personell aufgestockt werden. Neue Trainings werden aktuell geplant und neue Techniken sollen den Einzug in unseren Salonalltag finden. Neue Events sind ebenfalls in Planung und werden uns auch in diesem Jahr bereichern. Neue Kooperationen und Aufgaben sind im Hintergrund bereits angeschoben. Und dann gibt es da die Idee von einem ganz neuen Projekt…. Ich könnte noch mehr schreiben, aber in meinem Kalender steht, dass ich gleich mit Syringa Helweg und Christina Otto verabredet bin. Thema heute: Time-Management. Na, dass kommt mir ja gerade heute genau recht 😉

Ich wünsche uns allen einen schönen Dienstag.

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