Offener Brief an den Zentralverband

Lieber Zentralverband des deutschen Friseurhandwerks (ZDFH), ich glaube wir müssen reden.

In den letzten Tagen und Wochen wurde ich gleich zu mehreren Gesprächsrunden eingeladen, in denen sich Menschen trafen, die in unterschiedliche Bereichen unseres Berufes arbeiten (Selbstständige, Mitarbeiter, Ausbilder, Lehrer, Angestellte der Fachindustrie), um über die Zukunft unseres Berufes zu diskutieren. Der Frust ist groß, die Angst geht um. Immer weniger Menschen wollen unseren wunderschönen Beruf erlernen. 40% der jungen Menschen die eine Friseurausbildung beginnen, brechen innerhalb der ersten sechs Monate ab. Wie diese Entwicklung bereits jetzt unseren Beruf verändert und weiterhin verändern wird, brauche ich hier sicherlich nicht zu erläutern. Sie wissen es.

Ich ganz persönlich betrachte diese Entwicklung mit gemischten Gefühlen. Als Privatperson und Teil dieser Branche empfinde ich diese Entwicklung dramatisch schlecht, äußert kritisch und darüber hinaus auch noch absolut unverständlich. Die Beautybranche generiert gerade unglaubliche Umsatzzuwächse – nur der Friseurberuf nicht? Das kann doch nicht wahr sein! Als Unternehmer sehe ich für unsere Salons zwar ebenfalls starke Herausforderungen – aber auch Chancen. In Zukunft wird es in Hamburg immer weniger gute Friseure geben. Es wird aber in einer 1,8 Millionenstadt wie Hamburg nicht weniger Nachfrage nach guter Friseurdienstleistung geben. Wer auf Qualität setzt, wird gewinnen. Die Bereitschaft der Hamburger Kunden, für eine sehr gute Dienstleistung auch angemessen zu bezahlen, wird weiter steigen. Dadurch werden die Löhne und die Rahmenbedingungen für unsere Mitarbeiter steigen. Die Attraktivität unserer Salons wird steigen – ebenso wie das Anforderungsprofil um bei uns ein Teil des Teams zu werden. Jeder muss sich bewegen, jeder muss an sich arbeiten – damit am Ende jeder gewinnt. Mitarbeiter, Kunde… und das Unternehmen.

Doch nicht jeder Friseur hat seinen Salon in einer 1,8 Millionenstadt. Nicht jeder Friseur konnte in den letzten Jahren seine internen Qualitätsstandards den heutigen Zeiten anpassen. Viele Kollegen erhalten seit Monaten nicht einige einzige Bewerbung mehr, weder als Friseur noch als Azubi. Hier bedarf es Hilfe von außen. Hilfe von Menschen und Einrichtungen, die unsere Branche repräsentieren und verantwortlich für die Rahmenbedingungen sind. Und an diesem Punkt kommen wir zu den Innungen, Verbänden und besonders zum ZDFH.

Bei all den Runden an denen ich in den letzten Wochen teilgenommen habe, wurde auf den ZDFH geschimpft. Unbeweglich. Stur. An Traditionen festhaltend. Politisch motiviert – aber nicht branchenorientiert. Es wurde geschimpft was das Zeug hält. So weit, so erwartbar. Das verrückte ist jedoch jedes Mal gewesen, dass je länger die Diskussionen andauerten, plötzlich immer besser differenziert wurde. Nachdem der erste Ärger verraucht war, wurde immer auch Verständnis signalisiert. Das deutsche und europäische politische Geflecht ist sicherlich auch hoch komplex und kompliziert. Es wurde dann oft auch das Ehrenamt gelobt und immer wieder wussten Kolleginnen und Kollegen zu berichten, dass man auch Personen aus den unterschiedlichen Ausschüssen kennt. Der Tenor war dann immer der gleiche: Die, die sich da in den Verbänden engagieren, sind größtenteils alles “leidenschaftliche Friseure”. Und das war dann immer der Augenblick an dem ich meine Hand hob und den jeweiligen Diskussionskreis fragte, wie ich das jetzt verstehen soll. Angeblich werden im ZDF und in den Ausschüssen (zB im Prüfungsausschuss) nur Fehler produziert und es wird alles falsch gemacht was man nur falsch machen kann – aber ein paar Minuten später wird respektvoll über die darin befindenden Menschen gesprochen und oftmals auch deren Engagement gelobt. WIE PASST DAS ZUSAMMEN?

Ich würde zu gern verstehen, warum sich unsere Branchenvertreter anscheinend mittlerweile so weit vom “hier und jetzt” entfernt haben und augenscheinlich in ihrer eigenen “Blase” leben, obwohl ihnen oftmals auf der persönlichen Ebene viel Respekt entgegengebracht wird. Vielleicht wäre es mal an der Zeit persönliche Befindlichkeiten auf “Null” zu stellen und neu durchzustarten. Wir benötigen Branchenvertreter in den höchsten Gremien, die nicht nur Traditionen bewahren wollen (etwas wofür ich sehr hohe Sympathien empfinde), sondern die auch bereit sind unbequem zu sein, bereit sind ins Risiko zu gehen und neue, zukunftsweisende Pfade zu betreten.

Es ist sicherlich an der Zeit viele Steine umzudrehen. Lassen Sie mich bei diesem offenen Brief jedoch nur einmal bei einem einzigen Thema etwas genauer hinschauen: Mangel an Mitarbeiter und Auszubildenden.

Unsere Mitarbeiter und Azubis sind Dienstagfrüh nicht erschüttert von den Bildern der ausgebrannten Notre Dame überrascht worden. Aber nicht weil sie das nicht emotional berührt hat, sondern weil sie das brennende Kulturgut bereits Montagabend auf Instagram, Snapchat oder Periscope im Livestream verfolgten, in den sozialen Netzwerken ausgiebig diskutierten und Dienstagfrüh die ausgebrannte Notre Dame schon ein alter Hut war. 12 Stunden nach dem Brandausbruch war das schon wieder eine alte Geschichte. Das ist die Welt in der wir heute leben. Diese Generation ist wahnsinnig schnell. Sie ist mit mobiler Digitalisierung aufgewachsen. Und wenn man darauf besteht, dass für diese schnelllebige Generation fast die selben Ausbildungsplatz-Rahmenbedingungen gelten sollen wie zu meiner Zeit in den 80ern, dann wird man scheitern. Und das erleben wir gerade. Natürlich hat sich seit meiner Ausbildung 1984 zu heute 2019 sehr viel in Detailbereichen der “Ausbildung” getan. Aber das sehen nur Menschen, die seit dem mit dem Thema vertraut sind und immer versucht haben an kleinen Stellschrauben zu drehen. Natürlich hat man heute im Vergleich zu “damals” einige Flexibilitäten eingebaut. Das stelle ich ja gar nicht in Frage. ABER ES REICHT NICHT!

Gibt es nicht die Chance, gibt es nicht den Willen einmal WIRKLICHE VERÄNDERUNGEN anzustoßen? Wieso wird nicht ein Weg aufgezeigt, der diese wunderschöne Branche deutlich attraktiver erscheinen lässt? Mit einem Ausbildungskonzept welches in die heutige Zeit passt. Mit modernen, transparenten, neuen Wegen, wie man in diese Branche neben einer klassischen Ausbildung eventuell auch noch zusätzlich einsteigen könnte. Es darf nicht mehr ausschließlich darum gehen Ausbildung zu organisieren. Es muss auch darum gehen Menschen für den Friseurberuf zu begeistern und neben klassischen, auch moderne Qualitätsstandards festzulegen und zuzulassen.

Ich möchte keine Rechtfertigung hören warum das Bild des ZDF beim größten Teil der Branchenteilnehmer so kritisch ist. Ich suche keine Schuldigen! Ich möchte “verstehen”. Und ich wünsche mir, dass nach Lösungsansätzen gesucht wird. Wie könnte es unsere Branchenlobby schaffen den politischen Einfluss zu stabilisieren oder sogar möglichst zu erhöhen, aber gleichzeitig Rahmenbedingungen für Auszubildende und Mitarbeiter zu schaffen die nicht den Charme der 80er Jahre haben? Wie könnte man die tollen und engagierten Menschen in Innungen und Verbänden, die soviel Lebenszeit ehrenamtlich für unsere Branche opfern, zeitgemäßer und erfolgsversprechender einsetzen? So, dass ihnen wieder viel mehr Lob und eine breite Zustimmung innerhalb der Branche garantiert wird. Es geht nur miteinander!

Mir ist schon klar, dass nicht jeder der das hier liest sofort “Hurra” schreit. Und so lange zB Prüfer nicht in Balayage, Calligraphy Cut & Co geschult sind und solche modernen Techniken (neben den klassischen Techniken) bei Prüfungen bestehen können, so lange werden wir sicherlich hitzige Diskussionen führen. Doch für ewige Diskussionen fehlt uns die Zeit. Es ist nicht 5 vor, es ist 5 NACH 12. Es muss der grundsätzliche Wille da sein unseren Beruf deutlich attraktiver und zukunftssicherer zu machen. Und das möglichst jetzt und nicht erst im Jahr 2040. Damit das gelingt, muss sich jeder bewegen. Jeder! Die Friseure. Die Industrie. Die Innungen & Verbände. Und der Zentralverband. Wer weiterhin versucht Besitzstandswahrung zu betreiben, wird selbigen verlieren. Davon bin ich fest überzeugt.

Über Reaktionen und Feedback freue ich mich. Bitte hierfür entweder die hier im Blog öffentliche Kommentarfunktion nutzen oder folgende E-Mail Adresse verwenden: office@nicolaisen-hamburg.de Betreff: “Wir müssen reden”

Mit herzlichen Grüßen – Lars Nicolaisen

40 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

  • Karl Günter Günter Rammoser
    17. April 2019 9:42

    Lieber Lars,

    vielen Dank für Dein Statement. Da ich derzeit viel mit dem sogenannten “Akademisierungswahn” und dem parallel laufenden Niedergang der beruflichen Bildung zu tun habe, möchte ich folgendes ergänzen: Was Du für den Friseurberuf beschreibst, betrifft die gesamte Ausbildungssituation. Woran das liegt? Daran, dass in den vergangenen 20 Jahren immer mehr Eltern ihre Kinder aufs Gymnasium zwingen, sie mit Nachhilfe zum Abitur schleppen und alle auch noch meinen, studieren zu müssen. Als ich im Jahre 1973 Abitur machte, war ich einer von 18% Bundesdurchschnitt. Derzeit machen mehr als die Hälfte der Schülerinnen und Schüler Abitur. Zeitgleich beträgt die Studienabbrecher-Quote annähernd 50%, wenn man Studienfachwechsler mit einrechnet. Diese wunderbaren jungen Menschen, die zum Teil derzeit in eine Ausbildungs-Sackgasse laufen, fehlen in der dualen Ausbildung. Nicht nur den Friseuren. Also gilt es, die Misere der derzeitigen bundesdeutschen Bildungssituation in den Blick zu nehmen und den wahnhaften Run auf Abitur und Studium in ein vernünftiges Maß zurückzudrehen, was auch den Möglichkeiten und Kapazitäten vieler Schülerinnen und Schüler eher entspräche als das Abitur als Regelabschluss. Die Politik beginnt, sich zu bewegen. Die Verbände, zum Beispiel der Bundesverband der mittelständischen Wirtschaft, tun das längst. Aber es braucht einen langen (gesetzgeberischen) Atem, bis die Veränderungen greifen – und auch Dein geschätzter Beruf wieder mehr Nachwuchs haben wird.

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    • Na klar sind wir Friseure nicht allein mit unseren Problemen. Dies zu wissen macht den Alltag jedoch auch nicht besser… Dennoch DANKE für Deinen Blick über den Friseur-Tellerrand hinaus! Herzlich – Lars

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  • Interessanter Artikel. Ich habe als fachfremde Person das Gefühl, dass die meisten Salons nur davon träumen können, eine Struktur wie bei Nicolaisen aufzubauen, in der für sehr gute Arbeit sehr gut bezahlt wird. Und dann setzt schnell ein Abwärtstrend ein. Das ist ja auch nicht nur in Deutschland so…ich war neulich in einer europäischen Großstadt beim Friseur und da wurde mir vom Chef erzählt, dass er seinen Sohn auf die Uni geschickt hat , da er eine Nachfolge von den Rahmenbedingungen für nicht interessant genug hält. Vielleicht liegt es stärker denn je an den Salons sich gut zu platzieren.

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    • Danke Paul. Viele Friseure kämpfen gerade ums Überleben. Da ist es sogar nachvollziehbar wenn der Vater seinem Sohn dies ersparen will. Wobei – man sollte beruflich immer das was machen was einem das Herz sagt. Schwierige Situationen gibt es in wirklich jedem Berufsfeld. Herzlich – Lars Nicolaisen

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  • Jens Müller
    17. April 2019 12:26

    Oh Ha, lieber Lars Nicolaisen, leider sind wir uns noch nicht begenet, aber ich verfolge sie schon lange. Letztes jahr im Sommer hat eiene Mareke Cohrs bei Ihnen angefangen, sie hat bei mir die Ausbildung nach zwei Jahren bestanden und wollte in einer Großstadt arbeiten. Jetzt studiert Sie und arbeitet Samstags bei Ihnen. Ich Lese gerne Ihre Texte und bin sehr oft Ihrer Meinung. Ja alle müssen umdenken und ich würed mir wünschen den Friseurberuf könnten wir mit einem Schlag verändern. GEHT ABER NICHT! Die Frage die ich mir stelle ist was müssen wir als erste usw. verändern, gefühlt sind es so viele Baustellen das es für mich schwer ist da eine reienfolge fest zu legen.
    Da ich großer WERDER FAN bin:))). versuche ich es mal Sportlich dazustellen:
    Wen Kreisklassen, Oberliga und Bundesliga Manschaften und Spieler in einer Liga spielen funktioniert es nicht. Aber genau das ist es was unsere Branche versucht. Ich finde es sehr schade das es nicht mehr Friseure gibt die Ihr Business Profimässig betreiben. Ich könnte noch so viel dazu schreiben, vieleicht treffen wir uns mal bei einer Friseurvernstaltung und trinken beim Gedankenaustausch ein Bier. ( Ich bin fast 30 Jahre Mandant bei Schaefer und Partner, vieleicht sind Sie ja beim Congress im Mai dabei)
    Mit freundlichen Grüßen
    Jens Müller

    Antworten
    • Ute GanserKoll
      17. April 2019 22:20

      Hallo Lars.
      Toll geschrieben aber wenn du nicht gerade in einer Großstadt wohnst, verkehrstechnisch keine gute Infrastruktur hast, nutzt der beste Bericht, Aufruf, Anregung, Gedanke, Vorschlag,Gespräche, Wunsch uvm nicht viel. Heute ist Abi, Auszeit, wichtig aber das Handwerk nicht mehr. Erst wenn in absehbarer Zeit kein Handwerker mehr zu Verfügung steht, wachen vielleicht einige auf. Solange ich bei den Intercoiffuren bin, ist dies immer wieder Thema. Kollegiale Grüße

      Antworten
      • Danke Ute – wobei ich bei Dir schon sehr viel Bitterkeit rauslese. Versuche bitte Deine positive Lebenseinstellung nicht zu verlieren. Mit herzlichen und kollegialen Grüßen – Lars

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    • Total interessanter Blickwinkel Herr Müller. Hat mich inspiriert die aktuelle Branchensituation einmal aus dem “Fussball-Blickwinkel” zu betrachten. Spannend! Herzlichen Dank – Lars Nicolaisen

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  • Jens Müller
    17. April 2019 12:29

    Sorry für die Rechtschreibfehler. Das ist nicht so meine Stärke.

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  • Olaf Köhler
    17. April 2019 13:35

    Lieber Lars,

    In jeder Hinsicht gebe ich dir recht,
    Nicht nur in diesem Blog Eintrag !

    Ich würde mich sehr gerne mit dir einmal Austauschen nur geht es im Tagesgeschäft ja auch immer wieder unter.
    Wenn es dann doch irgendwann ???? mal passt , würde ich mich freuen.
    Bis dahin ! Danke für dein Engagement und lese gern von Dir

    Olaf

    Antworten
    • Danke Olaf für Dein wertschätzendes Feedback. Tja, und weil es “spontan” wohl nie mit einem Treffen klappen wird, wäre es doch super wenn Du einmal in Deinen Kalender schaust und guckst wann Du in den nächsten Wochen Zeit hast. Und dann schicke mir diese Daten an “office@nicolaisen-hamburg.de”. WO wir uns dann treffen ist doch egal. Wenn’s passt, dann komme ich auch sehr gern einmal zu Dir nach Lüneburg!! Herzlich – Lars

      Antworten
  • Jörg Müller
    17. April 2019 16:52

    Lieber Herr Nicolaisen,

    vielen Dank für Ihre Nachricht und natürlich auch für Ihren „Offenen Brief“.

    Herr Esser und ich haben morgen ein Meeting und melden uns dann umgehend bei Ihnen.
    Soviel vorab: Wir nehmen Ihre Hinweise sehr ernst und gehen einem Gespräch mit Ihnen nicht aus dem Weg. (Das wissen Sie ja bereits seit unserem intensiven Meinungsaustausch in Düsseldorf im letzten Jahr.)

    Beste Grüße in den Norden!

    Jörg Müller
    Hauptgeschäftsführer

    ZENTRALVERBAND DES
    DEUTSCHEN FRISEURHANDWERKS
    Tel-Aviv-Straße 3
    50676 Köln
    Germany

    Antworten
  • Manfred Hohmann
    17. April 2019 16:59

    sehr gut Lars, dann fange mal bei Intercoiffurte Deutschland an und stoße das politisch werden an. So lane der selbsternannte Spitzenverband unserer Branche Intercoiffure Deutschland nur noch inspirieren will und nicht sich poilitisch äußert , wird das nicht , da nutzt auch kein Aufruf was. Du bist einer der Sprachrohre bei uns in Deutschland der ICD , dann mach es laut , aber richtig.

    Antworten
    • Sag mal Manfred – was hast Du eigentlich nicht verstanden? Intercoiffure Deutschland hat sich dem Weg “Inspiration” verschrieben und will die Mitglieder unterstützen gemeinschaftlich und anspruchsvoll die Zukunft zu gestalten. Wir springen nicht herum und machen mal dies und mal das. Diese Zeiten sind zum Glück vorbei. Und das freut mich total!! By the way: Bei der jetzigen Mitgliederstruktur wären politische Äußerungen auch kaum seriös einzubringen. Und ich denke das weißt Du genau. Von daher finde ich Deinen Kommentar ziemlich deplatziert. Schön dass Du mitliest und Dich für meine Ansichten interessierst – aber polemische Statements bringen mich nicht weiter. Außerdem “kämpfe” ich ja gar nicht gegen den ZDFH oder gegen wen auch immer. Ich bin nicht der Auffassung zu wissen wie es denn besser gehen könnte. In meinem Beitrag habe ich mein Anliegen (denke ich) ganz gut formuliert: ICH WILL ZUNÄCHST VERSTEHEN warum unsere politischen Interessenvertreter anscheinend gegen die Interessen vieler Branchenteilnehmer Politik betreiben. So fühlt es sich für mich zumindest an. Vielleicht liege ich ja auch falsch und die Mehrheit der Friseurbranche ist sehr zufrieden. Das kann ja sein – nur es fühlt sich für mich nicht so an. Und das will ich erst einmal richtig einordnen können und verstehen warum wir jetzt da stehen wie wir stehen. Erst danach wäre es an der Zeit konkrete Forderungen zu stellen. Zum Schluss noch ein Wort zu Deiner Formulierung “…selbsternannter Spitzenverband…”. Was soll das? Warum bist Du eigentlich so negativ und böse gegenüber der Arbeit des deutschen Vorstandes eingestellt? Ich habe diesbezüglich zu vielen Deiner kritischen Äußerungen in der Vergangenheit geschwiegen. Aber allmählich möchte es nicht mehr kommentarlos hinnehmen. Und ich empfinde, dass Du mit einigen Äußerungen bezüglich der Arbeit des deutschen Intercoiffure-Vorstandes nicht selbigen schädigst, sondern Dich selbst. Habe lange überlegt ob ich dies hier öffentlich so schreiben soll – und habe mich nach langem hin-und-her dazu entschieden. Ich hoffe es führt dazu, dass wir uns bei einem nächsten persönlichen Treffen diesbezüglich einmal unter 4 Augen austauschen. Und dann hoffe ich finden wir wieder eine bessere Ebene. Mit freundschaftlich-kollegialen Grüßen, Lars

      Antworten
  • Astrid Gaye
    17. April 2019 18:54

    Chapeau!!!

    Antworten
  • Rene Krombholz
    17. April 2019 19:15

    Toll Lars Nicolaisen, wir werden immer mehr! Jetzt bin ich aber mal gespannt: vor über 1 Jahr habe ich einen ähnlichen Versuch gestartet und unter https://friseur-news.de/im-blickpunkt/blog die verschiedenen Parteien (auch Kunden) angesprochen.
    Weit über 100.000 Zugriffe / Leser – viele Kommentare in Facebook – aber zum diskutieren waren ganze 2 Kolleginnen bereit…….

    Antworten
    • Danke für Dein Lob. Ich möchte jedoch gar nicht irgendeiner Gruppe zugeordnet werden. Gute Lösungen für die Branchen gehen immer nur “miteinander”. Von daher hoffe ich sehr, dass alle beteiligten Personen sich nicht dem einen oder anderen Lager zugehörig fühlen, sondern dass von allen engagierten Kolleginnen und Kollegen die Bereitschaft besteht GEMEINSAM bessere Lösungen zu finden. Und das….. schnell!!! Und an diesem letzten Punkt wird sich der ZDFH messen lassen müssen, denn nur er kann wirkliche Veränderungen erwirken. Herzlich – Lars

      Antworten
  • Monika Holynski
    17. April 2019 22:45

    Mir kommt es so vor, als wäre es sehr ähnlich wie auch in der Politik. Man trifft sich und redet. Es werden Gesprächsprotokolle aufgezeichnet und geduldig abgelegt. In absehbarer Zeit trifft man sich wieder und wiederholt bereits Besprochenes. Und man trifft sich und bespricht wieder und wieder …….,.. Wann fängt man endlich an, Besprochenes Punkt für Punkt umzusetzen? Sichtbare und spürbare Veränderungen die unsere Branche mitreißt und den tödlichen Stillstand in Bewegung setzt. MfG Monika Holynski

    Antworten
    • Ja, ich teile Ihr Gefühl. Deswegen habe ich ja geschrieben, dass es an der Zeit ist JETZT zu handeln. Der ZDFH und alle Verbände und Innungen müssen jetzt beweisen, dass sie sich wirklich bewegen können. Und das bitte 2020 und nicht 2040. Das ist ein Kraftakt und es wird interessant zu beobachten sein, ob jetzt wirklich der Wille vorhanden ist. Da bin ich genau so gespannt wie Sie Frau Holynski. Mit herzlichen Grüßen – Lars Nicolaisen

      Antworten
  • Vladimir Usoltsev
    17. April 2019 23:28

    Lars! Hut ab! Du hast vollkommen recht! Die Urheber des Problems sind bekannt. Man braucht neue Menschen, die Friseure sind, die diese wirtschaftliche Veränderung der Zeche wahrnehmen und politisch durchsetzen, zum Wohlergehen des Endverbrauchers, des Handwerks, der Wirtschaft und von der Industrie mitgenossen werden kann. Bravo!

    Antworten
    • Danke – wobei ich gar nicht weiß ob es wirklich “neuer Menschen” bedarf. Ich habe extrem hohen Respekt vor den Ehrenämtern in Innungen und Verbänden. Manchmal benötigt es auch nur Mut und frischen Wind um durchgetretene Pfade zu verlassen und um Motivation für neue Wege zu entfachen. Und wäre es nicht schön wenn die Menschen die sich größtenteils so aufopferungsvoll für unser Handwerk engagieren am Ende auch den Applaus und die Wertschätzung erhalten die sie verdienen? Herzliche Grüße – Lars Nicolaisen

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  • jörg Müller
    18. April 2019 11:38

    Lieber Herr Nicolaisen,

    okay, lassen Sie uns reden!

    Gerne laden Herr Esser und ich Sie zu einem ersten Meinungsaustausch nach Köln ein.
    Als Termin schlagen wir entweder 29. April 2019 ab 15.00 Uhr oder 9. Mai 2019 ab 15.00 Uhr vor.

    Da ein Offener Brief in der Natur der Sache die Öffentlichkeit sucht, wäre es wünschenswert, wenn wir unsere Themen öffentlich besprechen. Ihre Rubrik in der Top Hair wäre dafür hervorragend geeignet.

    Und klar, es gibt viele Herausforderung für Friseurunternehmen heutzutage. Deshalb sollten wir uns vielleicht zunächst auf drei Themenfelder konzentrieren.

    Unser Vorschläge:

    1. Berufsbildung und Nachwuchsproblematik
    2. Tarif- und Sozialpolitik
    3. Imagearbeit und Modemarketing

    Lassen Sie uns in den Dialog treten!

    Herzliche Grüße in den Norden

    Jörg Müller
    Hauptgeschäftsführer

    j.mueller@friseurhandwerk.de
    http://www.friseurhandwerk.de

    ZENTRALVERBAND DES
    DEUTSCHEN FRISEURHANDWERKS
    Tel-Aviv-Straße 3
    50676 Köln
    Germany

    Antworten
    • Hallo Herr Müller, herzlichen Dank für Ihr schnelles Feedback. Es freut mich sehr dass Sie sich beim ZDFH so offen und gesprächsbereit zeigen. Super! Könnten wir eventuell in dieser Woche einmal telefonieren? An den beiden von Ihnen genannten Tagen bin ich nämlich leider schon verplant. Am 9. Mai bin ich übrigens beruflich in Düsseldorf… vielleicht ginge es am Abend oder am Vormittag des 10. Mai? Ich muss das erst einmal selbst für mich eruieren. Und dann würde ich gern noch eine Person an meiner Seite wissen, die über mehr Erfahrung im aktuellen Verbandsleben verfügt als ich dies tue. Lassen Sie uns einmal ein paar Namen durchgehen und dann einen Termin im Mai finden. Ich bin da sehr zuversichtlich dass dies klappen wird. Mit herzlichen Grüßen – Lars Nicolaisen

      Antworten
  • Ralf Steinhoff
    18. April 2019 11:49

    Ich gebe Dir in allem recht, weise aber gern darauf hin, dass der geneigte Friseurunternehmer gerade in schwierigen Zeiten mit seinen Kräften und Ressourcen haushalten muss. Der Kampf gegen Beton ist frustrierend. Ein Beispiel: Es gibt eine Direktive von der Innung, dass die Azubis in der Zwischenprüfung nur ausnahmsweise eine 2 erhalten dürfen, eine 1 gibt es gar nicht. Begründung: sie sollen zur Zwischenprüfung mal so richtig “eingenordet” werden. Dies auch bei guten Leistungen. Solche “Nichtpädagogen” machen uns vieles wieder kaputt, was wir mühsam aufgebaut haben. Die Prüfungsgebühren nimmt diese Innnung nur bar entgegen. Den Quittungen laufe ich hinterher… (Es ist nicht die Reutlinger Innung) Allein an diesen Fronten Widerstand zu leisten kostet Zeit, Energie, etc.. Ich bin es müde, diesen Ewiggestrigen die Stirn zu bieten. Sie richten die Branche zugrunde, und wir lassen es zu, mitunter aus bekannten Gründen. Denn die Azubis und deren Eltern fragen sich trotz guter Erfahrungen beim Lehrbetrieb, in was für eine Branche sie denn hineingeraten sind. Und beim bekannten Hang der Generation Z zur Unabhängigkeit verlassen viele Branche und Unternehmen. Gegen die Starrköpfigkeit des Verbandes hinsichtlich alternativer Ausbildungskonzepte kämpfe ich seit Jahren mit wachsender Resignation an. Selbst die hervorragende private Berufsschule von La Biosthetique wird nicht unterstützt, sondern sogar behindert. Ich habe noch nie erlebt, dass Azubis so begeistert aus der Schule in den Betrieb kamen. Dafür nehme ich gern die doch schmerzenden Mehrkosten in Kauf. Es ist schon frustrierend, wenn dann das Querfeuer kommt… Aber es wird ja alles besser: unsere Mitarbeiter können die Branche ja über den neuen BEAUTY -Management Studiengang in Koblenz wieder verlassen. Bitte nicht falsch verstehen, ich bin nicht auf Krawall gebürstet, arbeite gerne an einer besseren Zukunft mit.

    Antworten
    • Hallo Ralf, wir haben diesbezüglich ja bereits gesprochen. Dennoch möchte ich es nicht versäumen Dir auch noch einmal öffentlich für Deinen Kommentar zu danken. Herzlich – Lars

      Antworten
  • Heinrich Kalisch
    18. April 2019 15:47

    Meiner Meinung nach würden sich einige Punkte von alleine auflösen, wenn konsequent gegen die Mehrwertsteuer befreiten Kleinbetriebe vorgegangen würde. Das heißt 19 % für alle. Das sind ca. 30 -40% aller Friseursalons.
    Die vielen Ausnahmegehnemigungen für eine Saloneröffnung ohne Meistertitel müssten wegfallen.
    Die Billigsalons müssten intensiver vom Zoll, Gewerbeaufsichtsamt und HWK kontrolliert werden. Dazu zählen auch die Barber Shops, die ohne einen Friseurmeister betrieben werden.
    Das würde schon eine Marktbereinigung zu Gunsten der fachlich qualifizierten Meisterbetriebe geben.

    Antworten
    • Ja – es gibt definitiv viele Baustellen die es zu bearbeiten gilt. Für mich wäre es interessant zu wissen was am “leichtesten” aus der Branche heraus zum positiven Veränderbar ist. Das sollte der erste Schritt sein. Dass jedoch viele Schritte notwenig sind, steht für mich außer Frage. Mit herzlichen Grüßen – Lars Nicolaisen

      Antworten
  • Servus vom Chiemsee

    Vor einigen Jahren begann der Obermeister aus Rosenheim Grundlegend was auszulösen.

    Die ewigen nörgeln der Prüflinge, derer Chefs usw.
    war irgendwann einfach zu viel.
    Er rief ein „Friseurstammtisch“ ins Leben.
    Mittlerweile feste Kultur im Landkreis Rosenheim.
    Reformierte die Prüfer Crew:
    Mittlerweile sind da auch Junge engagierte Prüfer zwischen 25-30 Jahren.
    Was natürlich Irre gut ankommt bei den Prüflingen.
    Es wurde eine eigene Innungs Friseur Mode Crew ins Leben gerufen.
    Die nun regelmäßig Workshops Shows und Seminare Plant zu aktuellsten Themen und das vor Ort.

    Und er, Stefan Mashold Obermeister der Innung Rosenheim ist ein Mega Kumpel Typ, nahbar, offen und bei allem so dermaßen bescheiden.
    Wenn man bedenkt was er durch kleine Impulse bewegt hat in den letzten Jahren nur durch die Motivation „Wir(Innung) für Euch aber nur Gemeinsam geht es.
    Der Wahnsinn dieser Kerl.

    Ich bin Stolz auf unsere tolle junge engagierte Innungs Crew. Und engagiere mich auch danei diesen Weg mitzugehen.

    Ich denke das ist ein Mega positiv Beispiel wie es auch gehen kann.

    Antworten
    • SUPER! Ich finde Ihren Kommentar total wertvoll – weil er zeigt, dass natürlich nicht alles schlecht ist und das es sehr viele Menschen gibt die sich positiv engagieren und etwas bewegen! Wunderbar! Herzlichen Dank! Mit freundlichen Grüßen – Lars Nicolaisen

      Antworten
  • Jürgen Tröndle
    22. April 2019 10:59

    Lars ich finde es hervorragend wenn Du Dich in die Verbandsarbeit einbringst.Leider wurden in der Vergangenheit stets Denkanstösse aufgenommen aber nie weiter verfolgt.Da gibt es einen grossen Unterschied zwischen Unternehmertum und Verbandsarbeit.Beweg etwas ,ich glaube die handelnden Personen sind willens.Die freie Marktwirtschaft muss in der Friseurbranche einziehen. Talente nach kurzer Zeit gut Geld verdienen und Untalante gemäss ihrer Leistung beschäftigt werden.Die Qualitätsunterschiede in der fachl.Leistung sind sehr gross und dem muss mehr wert beigemessen werden.Hab ein erfolgreiches Meeten mit dem ZV und bleib bitte auch dran.Ciao Juergen

    Antworten
    • Alfred Wilfert
      3. Mai 2019 10:07

      Hallo Jürgen,
      der Gedanke der freien Marktwirtschaft gefällt mir. Es scheint so, als dass der Gerechtigkeitsgedanke immer erst am Ende eingefordert wird. Also nach geleisteter Arbeit müssen alle gleich viel verdienen, weil ja alle die gleiche Zeit anwesend waren. Allerdings weiß jeder ambitionierte Friseur, am Anfang eines Erfolges steht der Einsatz, also die Ausbildung, Kommunikationsfähigkeit, Fleiß, Zuverlässigkeit und Können. Um nur einige Werte zu nennen, warum der eine in seiner Arbeitszeit dreimal so viel Kunden bedient und ein mehrfaches an Umsatz erreicht als ein anderer. Hier bildet sich bereits eine Elite. Von diesen wenigen Super-Performern werden die Deckungsbeiträge erwirtschaftet, die bei anderen ausbleiben. Ich gehe ehrfürchtig vor denen in die Knie (ja Lars, du hast meine Bewunderung), die kollektive Lösungen suchen, wünsche vor allem Kraft und Ausdauer, viel Hoffnung habe ich allerdings nicht.

      Schuld an dem Kommentar ist übrigens meine Lieblingsfriseurin, Simona Nicolaisen, die mich bei unserer morgendlichen Gassirunde inspiriert hat mal reinzuschauen. Danke Simona, spannender Blog. Auf bald.

      Antworten
  • Herbert J. Kötter
    23. April 2019 12:18

    Lieber Lars!
    „Wir müssen reden!“ Ich finde das ist ein guter Einstieg. Noch besser wäre der Titel „Wir müssen handeln!“
    Alles aufzuzählen, was aktuell gemacht werden könnte, würde hier den Rahmen sprengen.
    Verbände/Innungen:
    Ich selbst war lange Jahre Geschäftsführer eines Landesinnungsverbandes des Friseurhandwerks und weiß, wie begrenzt die Möglichkeiten sind.
    Es fängt an der Basis an. Hier benötigen wir Ehrenamtsträger, die der Sache wegen aktiv sind. Leider sind hier immer noch zu viele Kreishandwerkerschaften (als Vertreter der Innung) dominant, die zwar viele Handwerke vertreten, deren Ziel aber eher ist, ihre Kasse zu füllen. Dabei finden die speziellen Interesse des Friseurhandwerks kaum Berücksichtigung.
    Meines Erachtens wäre ein Gespräch mit dem Zentralverband sehr wichtig, allerdings muss die Haarkosmetische Industrie mit am Tisch sitzen.
    Industrie:
    Mir ist bekannt, dass das Thema Compliance hier eine große Rolle spielt. Trotzdem bin ich überzeugt, dass es möglich ist, die Industrie bei dem Thema Ausbildung an einen Tisch zu holen. Auch die Industrie hat ein hohes Interesse daran, dass wir im Friseurhandwerk weiterhin die Möglichkeit haben Kunden zu bedienen. Das geht aber nur, wenn wir die entsprechende Anzahl von Auszubildenden und Mitarbeiter gewinnen können. In unserem Unternehmen haben wir in der Mehrzahl der Salons kein Umsatzproblem, sondern die Herausforderung, dass zu wenig Mitarbeiter im Salon stehen. Auch wenn der Wareneinsatz mit circa 10 % nur eine untergeordnete Rolle spielt, ist das Ganze trotzdem ein Milliardengeschäft. Jeder Mitarbeiter weniger ist ein Umsatzverlust unserer Zulieferer.
    Aktivitäten:
    Leider hat hier bisher der Zentralverband – nach meinen Informationen – nicht sehr geschickt gehandelt. Die Industrie wurde zum eigenen Vorteil gegeneinander ausgespielt. Das geht natürlich überhaupt nicht. Auch das Verhalten des Verbandes gegenüber den Aktivitäten der Firma Loreal in Bezug auf ein neues Ausbildungssystem war sicherlich nicht hilfreich. Ich könnte noch mehr Beispiele aufzählen!
    Image:
    Ziel muss es sein, dass Image in der Öffentlichkeit – von der Schule bis zur Presse/TV – zu verändern. (Beispiel Berufsbild Koch).
    Dazu müssen einige wichtige Grundlagen, wie Berufsbild, Vergütung, Karriereleiter, etc. Vorher wesentlich verbessert werden.
    Konkret nur ein Beispiel:
    Über eine Ausschreibung auf der Plattform Indeed habe ich innerhalb einer Woche 15 gute Bewerbungen auf die Stelle einer kaufmännischen Mitarbeiter/in erhalten. Auf die Suche nach Friseur/in bisher „0“!
    Nun müssten wir zB. Indeed dazu bringen, in der TV Werbung den Beruf (+ Ausbildung) Friseur/in positiv herauszustellen . Für alle Beteiligten eine win- win Situation.
    Lars Nicolaisen:
    Du bist bekannt, du bist ein hanseatischer Kaufmann. Bring alle Entscheidungsträger an einen Tisch! Wir müssen handeln!

    Antworten
  • Peter Schweizer
    23. April 2019 19:52

    Lieber Lars, dein Brief trifft die Situation zu ???? %.
    Wir haben in der ost Gruppe ja mehrmals Auzubildende überbetrieblich geschult!
    Diese Mädels sind heute in unseren Laden Top Kräfte! Weil sie schnell was lernten, umsetzen konnten – und leider in der Prüfung und in der Schule angefeindet wurden!
    Ihr seid ja was besseres!
    Da MUSS sich vieles ändern!
    Grüße aus Berlin!

    Antworten
  • Jörg Müller
    24. April 2019 14:27

    Lieber Herr Nicolaisen,

    Vielen Dank für Ihre Zeilen. Vieles von dem, was Sie beschreiben, begegnet uns auch immer wieder in unserer täglichen Arbeit.

    Leider sind auch viele Vorurteile oder verwenden wir Ihr Wort vom Image des Zentralverbandes durch oft nur wenige
    Kontakte entstanden. Und ein bestehendes Bild oder Urteil wird nur selten kritisch überprüft und noch seltener verändert.

    Halten wir deshalb fest: Der Zentralverband ist keine Black Box, sondern gesprächsbereit und offen.

    Schade, dass keiner unserer Terminvorschläge bei Ihnen klappt. Natürlich haben wir dafür Verständnis und melden uns in der nächsten Woche mit neuen Vorschlägen – am besten telefonisch.

    Beste Grüße in den Norden

    Jörg Müller
    Hauptgeschäftsführer
    Zentralverband Friseurhandwerk

    Antworten
  • Jörg Müller
    25. April 2019 16:35

    Lieber Herr Nicolaisen,

    hier kommen auch schon unsere neuen Vorschläge für ein gemeinsames Gespräch.
    Herr Esser und ich würden Sie gerne beim Zentralverband in Köln als Gäste begrüßen am

    4.Juni Vormittags ab 10.00 bis 13.30 Uhr oder am
    6.Juni Nachmittags ab 14.00 Uhr oder am
    18. Juni Vor- oder Nachmittags oder am
    1.Juli Vor- oder Nachmittags oder am
    2.Juli Vor- oder Nachmittags

    Wir freuen uns auf den Dialog!

    Beste Grüße in den Norden

    Jörg Müller
    Hauptgeschäftsführer

    Antworten
  • jörg müller
    30. April 2019 9:45

    Lieber Herr Nicolaisen,

    wir freuen uns über Ihre Zusage für Dienstag, 18. Juni 2019. Gerne treffen wir Sie und Herr Kötter ab 9.30 Uhr in unserer Verbandsgeschäftsstelle zum Dialog.
    Die Adresse lautet Tel-Aviv-Straße 3 in 50676 Köln.
    Gerne reservieren wir, da Sie, lieber Herr Nicolaisen, bereits am Vorabend anreisen, eine Übernachtung. Bitte geben Sie uns bei Bedarf hierzu nur einen kurzen Hinweis.

    Und: An unserer gesprächsbereiten und offenen Grundhaltung halten wir übrigens fest. Um das herauszufinden, muss man aber zunächst einmal miteinander sprechen …
    Also nochmals Willkommen und eine gute Anreise für Sie!

    Beste Grüße in den Norden!

    Jörg Müller
    Hauptgeschäftsführer

    Antworten
  • Axel Meininghaus
    2. Mai 2019 15:14

    Lieber Lars!
    Wieder einmal großes Kompliment für Deine Wort-Kunst, unser Nachwuchsproblem klar darzustellen, ohne es mit Rücksicht auf “political correctness” weich zu zeichnen! Meine Argumentation kennst Du, aber auch Herr Müller und der Zentralverband kennt sie.
    Die Lösung für das Problem zu finden, ist nicht schwierig. Sie zu wollen schon. Wie es in Eigeninitiative geht, zeigt Peter Schweitzers Kommentar.

    Antworten

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